Bin wieder da

Der Falafeltester (früher unter falafeltest.de) ist wieder unterwegs und testet Falafel in Berlin. Fortsetzung folgt!

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El Burai

El Burai ist ein einfacher “afro-orienatlischer” Imbiss in angenehmer Lage. Die freundliche Bedienung serviert “Ta’amia-Falafel”, was konkret heisst, dass die Kugeln mit Erdnußsauce anstatt Tahina oder Joghurt begossen werden. Neben dem Standard für 2,30 gibt es auch eine große Portion für 3 Euro – aber ich probier grundsätzlich immer standard (muss reichen). Shawarma und ähnliches gibt es hier auch.

Die Kugeln werden frisch zubereitet und sind lecker, aber das Pitabrot wandert vor der Befüllung in die Mikrowelle. Außerdem ist die Befüllung recht dürftig – zu wenige Kugeln, und dann nur noch Blattsalat und grob geschnittene Tomate und Gurke. Die Erdnußsauce riecht gut, aber ist geschmacklich kaum bermerkbar, weil zu wenig. Das gesamte Sandwich wirkt irgendwie leer und eher unbefriedigend.

El Burai, Torstr. 64, 10119 Berlin
(Mitte, U-Bahn Rosa-Luxemburg-Platz)

Preis: 2,30 EUR.
Falafelnote: 6/10 (ausreichend).

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Haroun

Um den S-Bahnhof Warschauer Str. ist an einem Freitag Abend natürlich viel los. Die Touristen strömen Richtung Friedrichshain und für den schnellen Hunger ist Haroun vielversprechend – Das Lokal sieht schon wie ein Schnellimbiss aus, allerdings mit erstaunlich viel Platz zum Sitzen innen und draußen.

Der Falafel Sandwich ist schnell fertig, denn die Kugeln liegen schon bereit. Es sind allerdings Standardkugeln (etwas fad) mit Standardsalat (Kopfsalat, Tomate, gurke, alles grob geschnitten) und Standardsauce (Joghurt). Das Brot ist von der richtigen Sorte, aber nicht besonders weich. Am Ende gibt es der Sauce nach und fällt etwas auseinander. Naja.

Haroun, Revaler Str. 7, 10245 Berlin
(Friedrichshain, S+U-Bahn Warschauer Str.)

Preis: 2,50 EUR.
Falafelnote: 6/10 (ausreichend).

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Meyman

Hätte mich nicht ein Freund auf Meyman aufmerksam gemacht, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass es hier Falafel gibt. Das geräumige Restaurant in der Nähe des Boxhagener Platzes und mit viel Platz drin und draußen wirkt beim Vorbeigehen wie einer von vielen Cafés in dieser Gegend, und gibt sich nach Außen nicht besonders orientalisch. Ich scheine aber einer der Wenigen zu sein, die das Lokal noch nicht kennen, denn es ist gut besucht. Die drei jungen Männer hinter der Theke arbeiten auf engem Raum und wirken etwas gestresst. Meine Bestellung wird frisch zubereitet und das dauert ein Paar Minuten.

Beeindruckend und lecker ist das flache und große Fladenbrot – ähnlich dem türkischen Dürüm – frisch aus dem Ofen. Die frischen Falafelkugeln werden allerdings plattgedrückt und sind dadurch nicht mehr knusprig und etwas fad. Auch der Salat ist etwas grob geschnitten und nicht interessant. Neben Jughurt beinhaltet das Sandwich noch zwei gelungene Saucen, die eine scharf und mit Koriander, die andere säuerlich. Zusammen ergeben sie eine interessante sanft-würzig-scharfe Mischung.

Meyman, Krossener Str. 11, 10245 Berlin
(Friedrichshain, S+U-Bahn Warschauer Str., U-Bahn Frankfurter Tor)

Preis: 2,40 EUR.
Falafelnote: 7/10 (befriedigend).

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El Dai’a

Die libanesische Flagge dominiert die Fassade dieses authentisch wirkenden Lokal. Die Einrichtung ist schlicht, der Raum ist hell, und angeboten werden nicht nur die Standardgerichte, sondern auch Spezialitäten wie Innereien, simple Bohnengerichte in großen Töpfen und Hummusteller, die traditionsgemäß mit rohen Zwiebeln und bitteren Oliven serviert werden.

Doch für mich nimmt der freundliche Mann hinter dem Tresen fertige Falafelkugeln und stellt sie in die Mikrowelle – schade. Das gerollte Brot ist außerdem von der trockenen Sorte – aber das bin ich mittlerweile gewöhnt. Alles andere ist jedoch richtig gut: Tomate und saure Gurken, Zwiebel, viel frische Petersilie, ein Bisschen scharfe Soße und eine echte arabische Tahina, die sowohl von der Konsistenz als auch vom Geschmack her (Sesampaste, Zitrone, Knoblauch, Wasser) einfach perfekt ist. Auch wenn die faden, aufgewärmten Kugeln das Bild trüben, freue ich mich über die gelungenen Beilagen.

El Dai’a, Sonnenallee 46, 12045 Berlin
(Neukölln, U-Bahn Hermannplatz)

Preis: 2,00 EUR.
Falafelnote: 6/10 (ausreichend).

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Rai

Sehr zentral aber etwas versteckt liegt das kleine Rai in einer Seitenstraße, die vom Monbijouplatz abgeht. An einem Montag Abend ist hier nicht sehr viel los. Das kleine Lokal ist gemütlich, bietet etwas Platz zum Sitzen und duftet nach Räucherstäbchen. Der freundliche Mann hinterm Tresen legt die Kugeln ins Öl.

In das trockene gerollte Brot hineingeschmiert werden zunächst eine Mangopaste und eine rote, sanft scharfe Sauce, die sich sehr gut ergänzen. Die Kugeln sind gut gewürzt. Die Beilagen sind eher langweilig: Tomate, Gurke, Blattsalat – alles etwas grob geschnitten. Nachdem die Rolle kurz im Toasteisen warmgemacht wurde, wird der Inhalt mit einer würzig-pikanten Joghurtsauce übergossen. Die Kombination der unterschiedlichen Geschmäcke klappt überraschend gut.

Rai, Große Hamburger Str. 21, 10115 Berlin
(Mitte, S-Bahn Hackescher Markt)

Preis: 2,50 EUR.
Falafelnote: 7/10 (befriedigend).

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Adonis

Und schon wieder bin ich in Mitte. Das Adonis sieht von außen klein aus, allerdings ist im länglichen Lokal nach hinten ziemlich viel Platz, und der Hinterraum mit seinen Pflanzen und Sitzgelegenheiten wirkt gemütlich. Der junge Mann am Tresen ist sehr freundlich, unterhält die Stammkunden und bietet mir einen Tee an. Die Falafelkugeln werden auf Bestellung frisch fritiert – geht aber schnell.

Das Brot ist so geformt, dass es gefüllt zu einer geschlossenen Tasche wird, und ist dabei frisch und nicht zu dünn wie gewöhnliche Rollfladen. Dann wird es kurz im Toasteisen heiß gemacht. Beim Reinbeißen stelle ich erstaunt fest, was alles drin ist: Tomate, saure Gurken, Salat, Kraut, Petersilie und Minze, und bei allem schwingt der Hummus mit. Bei jedem Biß offenbart sich ein neuer Geschmack – alles frisch und harmoniert hervorragend. Nur von der Tahina habe ich kaum etwas gemerkt und merke mir, beim nächsten Mal nach mehr zu fragen. Einziges Manko – die Kugeln sind zwar frisch, aber etwas fad und wurden bei mir etwas zu lange fritiert. Und trotzdem – das ist mein neuer Favorit in Mitte.

Adonis, Torstr. 132, 10119 Berlin
(Mitte, U-Bahn Rosenthaler Platz)

Preis: 2,50 EUR.
Falafelnote: 8/10 (gut).

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Fanous

Im schicken nördlichen Mitte, neben Ateliers und Galerien geschickt gelegen, spricht das Fanous hippes Publikum an. Die Einrichtung des kleinen marokkanischen Imbisses wirkt angenehm aufgeräumt, auf orientalischen Sitzkissen lehnt man sich an die Wand. Aus den Lautsprechern rieselt – wie es sich in Mitte wohl gehört – elektronische Musik.

Viel Kundschaft ist hier nicht und die Konkurrenz ist zahlreich. Die Falafelkugeln (drei) müssen also erst fritiert werden – geht jedoch schnell. Anschließend wandern sie mit Kohl, Eisbergsalat und Tomate in ein kleines gerolltes Brot – mehr würde auch nicht reinpassen. Im Toasteisen wird das Brot warm gepresst. Die Kugeln sind wirklich sehr lecker, innen grün mit viel Petersilie und viel Knoblauch. Die Beilagen sind knackig frisch, und als Sauce gibt’s statt Tahina eine gelbe saure, wohl nordafrikanische Flüssigkeit – auch sehr lecker.

Das ganze ist jedoch zu klein, und ein Brot, was schon im frischen Zustand nicht weich ist, wird durch Aufwärmen auch nicht viel besser.

Fanous, Brunnenstr. 3, 10119 Berlin
(Mitte, U-Bahn Rosenthaler Platz)

Preis: 2,50 EUR.
Falafelnote: 7/10 (befriedigend).

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Frishman

Nicht nach der Frische, sondern nach der Straße benannt ist dieser bekannte Falafelimbiss im Herzen von Tel-Aviv (Dizengof Ecke Frishman). Es ist meistens viel los und die wenigen Sitzplätze vor der Theke sind meistens besetzt. Es ist ein warmer, früher Abend im November. Die Menschen unterhalten sich lebhaft, aber ich muss mich ja auf den Inhalt meiner Pita konzentrieren.

Der gesprächige Betreiber füllt eine perfekt weiche, aber standhafte Pita. Die mit etwas Knoblauch gewürzten Kugeln sind innen grün und selbstverständlich frisch aus der Friteuse. Die Pita wird innen mit Hummus bestrichen, hinzu kommt etwas Sauerkraut, Tomaten und Tahina auf die Kugeln. Oben drauf gibt’s noch eine knusprig fritierte Blätterteigrolle mit Kartoffelfüllung (”Zigarre”). An der Selbstbedienungstheke (die hab ich in Berlin vermisst!) habe ich noch die Qual der Wahl zwischen brennend scharfen Soßen, vier Sorten Kohl (rot, weiß, sauer, gelb eingelegt), eingeletem Rettich, scharfe Pepperonis, Petersilie, saure Gurken und rohe Zweibeln (gibt’s in Israel oft, auch zum Hummusteller). Nach der Hälfte der Pita stehe ich wieder auf und lade ein Paar Beilagen nach.

Lediglich die Kugeln sollten etwas knuspriger sein, denn mit zunehmender Dauer wird die Masse im inneren der Pita etwas zu weich. Aber selbstverständlich hält die Pita alle Strapazen brav bis zum Ende durch.

Falafel Frishman, Frishman 42, IL-64395 Tel Aviv

Preis: 14 ILS (2,50 Euro).
Falafelnote: 8/10 (gut).

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Badichi

Nach einem sonnigen Morgen am Strand gehe ich, frisch geduscht und Badehose in der Hand, eine Falafelbude testen, die mir empfohlen wurde. Ja, liebe Berliner Imbisse, diese Woche werdet ihr von mir verschont, denn ich berichte direkt aus meiner falafeltechnischen Heimat (und von einer Tastatur ohne Umlaute). Vom Strand kommend laufe ich die Gordon St. runter und biege dann links ein in die Dizengof St. Dort steht der kleine, unscheinbare Imbiss “Badichi” angeblich seit 53 Jahren fuer kompromislose Falafelqualitaet. Das soll ihm ein Berliner erst einmal nachmachen. Vor dem kleinen Lokal stehen nur zwei Plastikstuehle, Falafel ist ja eigentlich was zum mitnehmen.

Die kleinen Kugeln aus Kichererbsenmischung sind heller als in Berlin und schon fertig (aber noch richtig warm). Die runde Pita wird innen mit Hummus bestrichen, mit den Kugeln prall gefuellt, dazu klein geschnittene Tomaten und Gurken (israelischer Salat) und Sauerkraut. Die perfekt bissige, fluessige Tahina tue ich mir selbst drauf. Optional gibt’s noch rohe Zwiebeln und Radiesschen, eine scharfe Sosse und Pepperoni, die so scharf sind, dass ich sofort Schluckauf kriege.

Was soll ich sagen: Die Pita ist perfekt frisch – weich und standhaft, das Gemuese schmackhaft, der Hummus geschmeidig und die Tahina, wie gesagt, perfekt. Nur die Kugeln koennten fuer meinen Geschmack etwas mehr Wuerze vertragen, und etwas mehr Auswahl im Buffet wuerde auch nicht schaden.

Badichi, Dizengof 135, IL-63461 Tel Aviv

Preis: 12 ILS (2,10 Euro).
Falafelnote: 9/10 (sehr gut).

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